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Indian E-music – The right mix of Indian Vibes… » Die indisch-elektronische Musik auf dem europäischen Festland… (Teil 2)


Die indisch-elektronische Musik auf dem europäischen Festland… (Teil 2)

Delivered... IE-mAdmin | IEm News | Wed 2 Jun 2010 8:26 pm
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Author: ElJay Arem ElJay-Arem-onair-01062010-1 ElJay Arem während der IE-m Show am 1sten Juni 2010

Die Überschrift unserer Sendung im Juni 2010 lautet: „Indian Vibes auf dem europäischen Festland – Teil 2“. Im ersten Teil, er wurde im April gesendet, habe ich die Niederlande, Frankreich und den portugiesischen Raum vorgestellt.  In der Juni-Sendung möchte ich die Künstler aus dem deutschsprachigen Raum, das heisst aus Deutschland und der Schweiz präsentieren.

Beginnen wir unserem Streifzug in Köln. Hier wurde der Musiker Bruno Reuter, alias Karunesh geboren. Seine NewAge-Musik ist nach einem Indienaufenthalt 1979 stark von Sitarklängen und indischen Einflüssen geprägt. Karunesh veröffentlichte 1984 sein erstes Album „Sounds of the Heart“. Seit Anfang der 90er Jahren lebt Karunesh auf Hawaii.

Das Besondere an Köln, dem Ausgangspunkt unserer musikalischen Entdeckungsreise, ist seine weltweite Bedeutung für die elektronische Musik als Ganzes.

1951 wurde beim Nord-Westdeutschen Rundfunk durch den Intendanten Hanns Hartmann entschieden, ein Studio für elektronische Musik (siehe Bilder) einzurichten, weltweit das Erste seiner Art. Die Idee geht zurück bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts, als der in Bad-Kreuznach geborene Komponist Herbert Eimert eine atonale Musiklehre schrieb und Konzerte für Geräuschinstrumente veranstaltete. Eimert wurde der erste Leiter des Studios für Elektronische Musik. Für die Klangerzeugung wurden das Monochord und Melochord, ein Vorläufer des Synthesizers, zusammen mit Rauschgeneratoren und Filtersystemen verwendet. Die neuartigen Klänge wurden durch ein Oszilloskop sichtbar gemacht. Einer der berühmtesten Nutzer des Studios für elektronische Musik war der Avantgarde-Komponist Karlheinz Stockhausen.

studio-elektro-musik-koeln360-550x600 studio-elektro-musik-koeln317-550x600 (Bildquelle: Synthesizer Database - 25. Juni 2008)

Berliner Schule...

Verlassen wir Köln als die Heimat des weltweit ersten Studios für elektronische Musik und begeben uns in die Hauptstadt dieses Musikgenres.

Im damaligen West-Berlin (vor dem Mauerfall in 1989) wurde ein Typus elektronischer Musik geprägt, von dem später auch Stilrichtungen wie Trance und Goa Trance profitierten. Und sicherlich auch der ’Asian Underground’

Zu der s.g. Berliner Schule gehörten Musiker wie Klaus Schulze (Wahnfried), der für Tangerine Dream am Schlagzeug sass. Selbst ordnete sich die Gruppe dem Ambiente zu, die im Jahre 1968 auf die Bühne ging, zunächst nur mit Volker Hornbach am Saxophon, der Flöte und Geige, mit Lanse Hapshash am Schlagzeug, Kurt Herkenberg am Bass und Edgar Froese an der Gitarre. Der Begriff Krautrock bezeichnet die frühe Entwicklungsphase von Tangerine Dream. Bis heute gibt es Künstler, die sich der Berliner Schule verpflichtet fühlen.

Auch in Berlin gab es wie in Köln eine Einrichtung, die von dem Schweizer Komponisten Thomas Kessler geleitet wurde: das Elektronik Beat Studio Berlin. Hier probten Tangerine Dream in ihren Anfängen.

Im heutigen Berlin hat auch das Trio Jahcoozi seine Heimat. Die Sängern Sasha Parera, in London geboren, ist halb Tamilin und halb Singalesin. Sie studierte in Köln und London Germanistik und Politikwissenschaften. Nach dem Studium zog es sie nach Berlin. Jahcoozi sind im Weiteren der Elektroniker und Produzent Robot Koch aus Kassel und der in Israel geborene Oren Gerlitz auf dem Bass und als studierter Jazzmusiker und Tontechniker zuständig für die Produktion. Aus der Berliner Unterground-Szene kommend, haben sich Jahcoozi seit ihrem Debutalbum „Fish“ im Jahre 2003 und weltweit durch ihre markanten Live-Performances ein Publikum erspielt. Die stilistische Bandbreite reicht von Dub, Rap, Reaggae, Dancehall bis Jazz. Jahcoozi spielte auch mit der uns bekannten britischen Formation Asian Dub Foundation. Mit der neuen CD „Barefoot Wanderer“ im Gepäck ist Jahcoozi z.Z. auch in Deutschland auf Tournee.

Hanseatisches Hamburg...

In nahezu direkter Nachbarschaft zu Berlin liegt Hamburg, unserem eigenen Sendestandort. In Hamburg hat sich seit den 90er Jahren eine beachtliche Clubszene entwickelt, auch für elektronische Musik. Sie kann sich durchaus mit Berlin messen. Hier wurde in 2002 Sir Shree von dem Gitarristen und Sitarspieler Steve Pepper geründet. Neben dem Producer Nesto, Gründer von The Reel Banditos kam der Perkussionist Stephan Krause, Mitglied von ElbtonalPercussion, einem Quintett hinzu. Mit Veröffentlichungen auf 2 CDs ist es seit 2004 um Sir Shree ein wenig ruhig geworden.

Drehkreuz Frankfurt...

Mit unserem Streifzug durch die deutschsprachige Landschaft indisch-elektronischer Musik verlass fen wir den Norden Deutschland und begeben uns südwärts. Am 11. Juni 2005 hatte Osnabrück seine erste Bombay Club Party, für die der DJ Mykel Angel auflegte. Dieser Hip-Hop-lastige Künstler, von Geburt Inder wuchs in Deutschland auf. Zu Beginn seines Schaffens hatte Mykel Angel durch eine Partyreihe für Piloten, ihre Crews mit Freunden auf sich aufmerksam gemacht. In dieser Zeit von ACC – Air Crew Clubbing entstanden zwei Compilations. Seit 2006 haben wir von Mykel Angel leider nichts mehr gehört. Für laue Sommernächte ist seine CD „Bombay to Ibiza – world of chillout lounge“ immer noch empfehlenswert.

Alpenglück...

Verlassen wir nun Deutschland und besuchen unseren südlichen Nachbarn, die Schweiz. Richard Meyer, unter dem Künstlernamen Swayd in der Öffentlichkeit bekannt, lebt in Lausanne und hat sich durch Produktionen für Britney Spears und Celine Dion hervorgetan. Auf einer langen Reise durch Indien hatte Swayd zusammengewirkt mit Musikern wie dem Tablaspieler und Santoormaestro Manish Vyas, dem Playbacksänger Jayachandran für den indischen Film oder mit dem Sitarspieler Pandit Janardhan Mitta, der in Chennai, in Südindien ansässig ist. Die Einflüsse hören wir auf zwei Alben aus dem Jahre 2009: Top40 Ulitmate Asian Classic Bar Grooves plus Continuous Party Mix.

In der Schweiz agiert auch der vielseitige Mirko Lalit Egger. Unter dem Künstlernamen Mirko-Kosmos – Studio MK bzw. als Mahisha überrascht Mirko mit aussergewöhnlichen Klangarbeiten, besondere als Videokünstler, in denen er seine musikalischen Werke eindrucksvoll ins rechte Bild setzt.

Mirko wurde in der 20-Millionen-Metropole Mumbai (ehem. Bombay) geboren, wuchs aber in Eich, bei Luzern auf. Hier besuchte er die Jazz-School und studierte in Zürich Audio-Engineering.

Mirko-Kosmos kann man als multi-disziplinäres „Gesamtkunstwerk“ verstehen, das er 1999 in’s Leben rief. Daraus ist 2005 Mahisha entstanden. Mahisha ist in der hinduistischen Mythologie ein Büffel-köpfiger Dämon, ein Asura. Nur die 10-armige Göttin Durga, auf einem Löwen oder Tiger reitend, gelang es, Mahisha zu bezwingen. Mirko-Kosmos hat dazu in 2009 die EP Mahisha-Empire veröffentlicht.

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Die nächste Sendung Indian E-music... gibt’s dann wieder am 1. Dienstag, den 6. Juli – um 21:00 Uhr auf Tide 96.0.

... und wer sich für die indisch klassische Musik interessiert, jeden 3. Dienstag im Monat, gleiche Zeit. Also nächster Sendetermin für IMC – India meets Classic am 15. Juni um 21:00 Uhr auf Tide96.0.

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