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Das Buddha Phänomen… (IE-m show 09/2010)

Delivered... IE-mAdmin | IEm News,Scene | Wed 8 Sep 2010 1:53 am

Author: ElJay Arem

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ElJay Arem während der IE-m Show am 7ten Sept 2010

(IE-m/HH-08092010) – Als im Jahre 1945 in Tunesien Claude Shalom das Licht der Welt erblickte, ahnte niemand, dass 54 Jahre später ein musikalischer Siegeszug besonderer Art um die Welt begann.

Claude Shalom hatte unter seinem Künstlernamen Claude Challe als DJ und Clubbesitzer Ende der 70er und in den

Cover of
Cover of Buddha-Bar

80er Jahren das Pariser Nachtleben maßgeblich mitbestimmt.

Vor dem Hintergrund seines Musikinteresses und Lebenstiles in einer Hippie-Kommune auf Sardinien, durch Reisen nach Nepal, Indonesien und Indien ist es nicht verwunderlich, dass in Claude’s Compilations indische Musiker auftauchen, deren Namen wir in der indisch klassischen Muisk und indisch-elektronischen Musik wiederfinden.

1999 veröffentlichte Claude seine ReMixe auf einer Doppel-CD Buddha Bar Volume 1  – “Dinner” (CD1) und “Party” (CD2). Eine Vielzahl von “Buddha Bar”-Veröffentlichungen folgten unter Federführung des in Paris ansässigen Labels George V. Records.

Das “kulinarische Konzept” der Buddha Bars wird weltweit von George V Eatertainment vermarktet. Ergänzt um Boutiqken, Gallerien, den “Little Buddha Cafes” und “Siddharta Cafes” treffen wir diese kulinarischen Locations mit Live-DJs für ein entspanntes Musikhörens abseits der Großstadthektik an: in London, Monte Carlo, Prag und Kiev. Weitere Spots finden sich aktuell in Shanghai, Washington, Dubai, Beirut, Cario, Jakarta und Sao Paolo.

Buddha-Bar Volume I and II (1999/2000)… Mixed by DJ Claude Challe

Nusrat Fateh Ali Khan, ein Musiker aus Pakistan war/ist der führende Vertreter im Qawwali-Gesang, einem Genre der Sufimusik. Nusrat Fateh wurde im Westen besonders durch die Zusammenarbeit mit Peter Gabriel bekannt. Viel zu früh starb dieser Ausnahmekünstler im Alter von nur 49 Jahren. Von vielen Hörern und Kollegen wird seine Musik als “göttlich” empfunden. Auch Claude hat sich von diesem Ausnahmemusiker inspirieren lassen (Buddha Bar – Vol. 1 (1999) :  Nusrat Fateh Ali Khan – Track 10: Piya Re Piaya RE (CD2 “Party”)).

Der Klangkünstler Karunesh findet sich mit seinem Track Alibaba auf Buddha-Bar Volume II wieder, veröffentlicht im Jahre 2000. Der aus Köln stammende, und auf Hawaii lebende Karunesh ist uns bereits aus der Juni-Sendung  “Indisch elektronische Musik auf dem europäischen Festland, Teil 2” bekannt.

Buddha-Bar Volume III / VII (2001 / 2005) … Mixed by DJ Ravin

Nach den Erstveröffentlichung von Claude Challe’s Buddha-Bar Compilations aus dem Jahre 1999 und 2000 geht’s munter weiter mit einem auf den ersten Blick exzentrisch wirkenden Kollegen. Von Raymond Visan alias DJ Ravin wurden neun Buddha-Bar-Alben produziert. Seine Handschrift prägen die Veröffentlichungen Volume 3 bis 12, ausgenommen Volume 8 (gemixt von Sam Popat).

In seinem persönlichen Selbstverständnis definiert Ravin das Konzept von Buddha Bar als einen Klangraum, der an die mystische Atomsphäre eines Tempels erinnert.

Ravin wurde 1966 im indischen Ozean, auf Mauritius geboren. Aufgewachsen ist er in der strengen Hindu-Tradition. Als Teenager kam er nach Paris. Auf einer der berühmten Wiz Bombino Parties lernte Ravin hier Claude Challe  kennen, der ihn in die elektronische  Musik einführte.

Im Jahre 2001 erschien Buddha-Bar Volume III als Doppel-CD mit “Dream” (CD1) und “Joy” (CD2). Wie bereits auf Claude Challe’s erstem Album aus dem Jahre 1999, treffen wir auch hier wieder auf den Bansurispieler Deepak Ram. Er ist Flötist auf der indischen Bambusflöte und von seiner musiaklischen Herkunft ein echter Vertreter der nordindischen Klassik. Ab 1975 wurde Deepak auf der Flöte und Tabla in Südafrika ausgebildet.  1977 zog es ihn nach Mumbai. Er führte dort sein Musikstudium unter dem Flötenbauer Sri Suryaknt Limaye fort. Weitere Lehrmeister wie Pandit Vijay Raghav Rao und Hari Prasad Chourasia folgten. Bei dem führenden Meister auf der Flöte nimmt Deepak bis heute Unterricht. Der Titel “A Night in Lenasia” auf Buddha-Bar Vol. III spiegelt die Herkunft von Deepak Ram wieder. Lenasia ist eine indische Gemeinde in Südafrika, südlich von Soweto gelegen.

Auf Buddha-Bar (Volume 3) bringt auch der Tablavirtuose Talvin Singh den Track “Veena” zu Gehör. Veena ist die Bezeichung einer Instrumentengruppe, der indischen Lauten, zu denen die Sitar oder Sarod gezählt werden. Talvin Singh hatten wir in unserer ersten Sendung als den Begründer der indisch elektronischen Musik, des s.g. Asian Underground vorgestellt.

Das Klangspektrum von Badmarsh & Shri, einem Duo aus London sind HipHop und elektronische Musik, Drum & Base, indisch klassische Musik und Jazz. Ihre Musik hatten wir in unserer Premieresendung im Januar gespielt. Der Track aus der 2ten CD des Albums Buddha-Bar Vol. III heisst “Sitar Ritual”.

In 2005 wurde Buddha Bar VII veröffentlicht. Auf der 2ten CD Sarangi findet sich der Track “Flute Fantasy”. Damit landete DJ Nasha international einen Hit, der genauso in Indien wie in der westlichen Welt Anklang fand. Nasha’s Track  (aus seinem Album Hero) wählten wir im August 2010 als Video des Monats.

DJ Nasha’s Klangcharakteristika sind schwere Bässe und eine Rhythmik, die nicht eindeutig einem Genre zugeordnet werden kann.

Cafe Buddha – The Cream of Loung Cuisine

Im gleichen Jahr wie Buddha Bar VII, in 2005, wurde “Cafe Buddha – The Cream of Loung Cuisine” von dem englischen Label Park Lane Records auf den Markt gebracht, als “Deluxe 5 Star double CD”, so in der Eigenwerbung.

Cafe Buddha nimmt Bezug auf Restaurants gleichen Namens. Sie wurden seit 2001 von DJ Ravin zusammen mit der George V Restauration Group in verschiedenen Städten eröffnet: in Amsterdam, Dakar, Genf, im ägyptischen Hurghada, in Sharm El Sheikh, im südlichen Sinai gelegen, in Las Vegas und in Nicosia auf Zypern.

Das Konzept der Buddha Cafes ist einfach: Man nehme Clubatmosphäre, ausgezeichnete Küche und verzaubernde Musik.

Das Duo Thievery Corporation ist in Washington DC  beheimatet.  Es sind Rob Garza u. Eric Hilton, bekannt für eine politisch-kritische Haltung, die sie auch in ihrer Musik zum Ausdruck bringen, wie mit dem martialisch klingenden Track “Marching The Hate Mashines (Into the sun)”. Thievery Corporation featert dazu die amerikan. Rockband The Flaming Lips aus OklahomaCity. Thievery Corporation hat auch die Sitarspielerin Anoushka Shankar gefeatert. Sie hörten wir in der Sendung “Ladies Spinning” mit Mandala aus der CD “Radio Retaliation”.

Auf Cafe Buddha – The Cream of Loung Cuisine gibt Anoushka’s Halbschwester Nora Jones, gleichfalls Tochter des legendären Sitarmaestros Ravi Shankar, den Song “Angels” zum Besten. Nora Jones wird von der Newyorker TripHop-Band WaxPoetic um den türkisch-stämmigen Musiker Illhan Ersahin gefeatert.

Der Tausendsassa Nitin Sawhney liefert das Stück Spark (Funke). Nitin ist auf diversen Buddha-Bar-Alben vertreten und gleichfalls wie Talvin Singh eine Lichtgestalt der indisch-elektronischen Musik, aber nicht nur. Der indisch-britische Musiker ist auch Produzent und Komponist. Schon als Kind machte Nitin mit dem Erlernen von Piano, klassischer und Flamenco-Gitarre, Sitar und Tabla auf seine aussergewöhnliches Musiktalent aufmerksam. Seine Solokarriere begann Nitin 1999 mit der Veröffentlichung des Albums Boyond Skin.

Siddharta: Spirit of Buddha Bar Vol 3 (2006)

Von Buddha-Bar respective George V. Eatertainment wurde in Prag, im Buddha-Bar Hotel das Siddharta Café etabliert. So der Betreiber: in einer Atmosphäre von Popart, mit farbenreichen Decor, modernen Buddha-Malereien und prunkvollen Kronleuchtern soll eine internationale, zeitgenössische “Cuisin a la Chef” alle Geschmäcker und Altersgenerationen bedienen. In der hoteleigenen Boutique gibt’s der Musik auch T-Shirts und Andenken zu erwerben.

Zu Siddhartha kommt einem die Novelle von Herman Hesse in den Sinn. Hesse schrieb 1922 “Siddhartha”. Im Sanskrit bedeutet dieser Name: “Derjenige, der seine Ziele erreichte.” Buddha hiess vor seinem Thronverzicht Prinz Siddhartha Gautama, dessen Leben um das 4.- 5. Jhdt. vor Christi Geburt datiert wird.

Ob dergleichen Konsumtempel wie das Siddharta Cafe in Prag dem Geiste von Siddhartha und seinem buddhistischen Selbstverständnis entsprechen, diese Frage mag hier unbeantwortet bleiben.

Midival Punditz ist ein indisches Fusion-Duo. Gaurav Raina und Tapan Raj aus Delhi mixen Stilrichtungen wie den Bhangra und die nordindische Klassik mit elektronischer Musik. Für den Track Saathi, gleichlautend dem bengalischen Kinofilm aus dem Jahre 2002, featurt Midival Punditz den Sarangi-Maestro Ustad Sultan Khan. Sultan Khan spielte häufig mit Zakir Hussain, Indiens größtem Tablavirtuosen unserer Zeit rein indisch-klassische Musik. Mit Zakir Hussain haben Midival Punditz für sein Projekt Tabla Beat Science zusammengespielt.
Im Weiteren ist Ustad Sultan Khan auf “Siddharta: Spirit of Buddha Bar” (Vol. 3) mit Sayaji vertreten, in einer Joe Claussel Dance Transe Version. Joe Claussel ist ein DJ, Musikproduzent und Labelbesitzer aus New York.

Ein weiterer Titel auf Siddharta ist “Peace is found behind wounds”. Es verspricht Philosophisches: Frieden durch Schmerz. Wer’s unbedingt braucht, mag sich an Cheb-I-Sabbah erfreuen, ein spiritueller Musikabenteurer. Er besuchte 1970 zum ersten Mal Indien und wurde maßgeblich von indischen Künstlern in der Tradition der indischen Klassik, wie der Sängern Subha Mudgal beeinflusst.

Der Vollständigkeit halber seien noch zwei Künstler mit indischem Bezug genannt, die wir in unserer Radioshow “Das Buddha-Phänomen” mangels Sendezeit nicht mehr spielen konnten. Es sind Natacha Atlas (Buddha Bar, Vol. 10) und Bombay Dub Orchestra (Buddha Bar, Vol. 10 (Remix) u. Vol. 11).
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Die nächste Sendung Indian E-music… gibt’s wieder am 1. Dienstag, den 5. Oktober – um 21:00 Uhr auf Tide 96.0.

… und wer sich für die indisch klassische Musik interessiert, jeden 3. Dienstag im Monat, gleiche Zeit. Also nächster Sendetermin für IMC – India meets Classic am 21. September um 21:00 Uhr auf Tide96.0.
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